Sonntag, 12. Januar 2014

Alle Wege führen nach Rom


Ich war  mit meinem Liebsten ein paar Tage in Rom. Wir waren zum ersten Mal da und sind schlichtweg begeistert von dieser wunderschönen Stadt.
Gewohnt haben wir in einem kleinen Hotel (Hotel Ivanhoe) in der Nähe des Colosseum, so konnten wir (fast) die ganze Stadt zu Fuß kennenlernen.

Forum Romanum mit Bühne und Kellergeschossen für die Gladiatoren und Tiere
Ganz besonders begeistert hat mich das Forum Romanum. Mir war nicht klar, wie groß das doch ist. Bei 15°C und Sonnenschein (und das Anfang Januar) haben wir hier etliche Stunden verbracht und sind von Pontius nach Pilatus gelauften.
Allerdings braucht man schon einiges an Fantasie, um sich vorzustellen, wie es hier früher wohl mal ausgesehen hat.


altes Rom
Orangenbäume im Forum Romanum
Die Orangenbäume dort waren wunderschön, mit denen hatte ich nicht gerechnet.

Natürlich haben wir auch sämtliche Plätze Rom mit den dazugehörigen Brunen abgegrast.



Piazza Navona

Piazza Popolo (in diesem Bild ist ein Geocache versteckt)
Natürlich haben wir auch einige Geocaches gefunden. Am frechsten fand ich den cache an der spanischen Treppe. Unter all diesen Menschen einen cache zu suchen habe ich mir schrecklich vorgestellt. Dann ging es ganz leicht. Insgesamt haben wir in 4 Tagen 15 caches gefunden. Nicht viel, aber wenn man in Rom ist, dann ist geocaching eine schöne Nebensache, mit der man an interessante Orte kommt.

Natürlich muss man in Rom auch ein paar Spezialitäten probieren, wie richtig gutes Eis.
Direkt um die Ecke unseres Hotels ist die Gelateria Fatamorgana. Die haben dort teilweise sehr ungewöhnliche Eissorten, wie z.B. Rosmarin, Mozzarella, Bruschetta, Campari, Basilikum, Wasabi und auch Gorgonzola. Ich habe mich an weißen Nougat, Kaktusfeige, Ananas mit Ingwer, Papaya und Melone gehalten. Am besten hat mir allerdings Estasi (Nuss, Kaffee und Schokolade) geschmeckt! Absolut lecker!
(Gelateria Fatamorgana, Piazza della Zingari 5) Alle Sorten werden ohne Aromazusätze hergestellt, das schmeckt man auch.
Gelateria Fatamorgana, fantastisches Eis!!

Glücklicherweise war auch die beste Take-away-Pizza der Welt nur 200m von unserem Hotel  entfernt. Drei mal waren wir da, weil die Pizza so unglaublich gut war dort. Es gab dort nur Stücke, die größe bestimmt man selbst, die Pizza wird ausgewogen. Sogar vegane Pizza gibt es dort, die mit Auberginen, die mit Kartoffeln und die ganz schlichte nur mit Tomatensoße.
Oh man, die beste Pizza der Welt, ehrlich! (sogar besser als bei Da Mario in Clausthal) So unglaublich knusprig, es hat richtig gekracht, wenn man reingebissen hat. An diesem kleinen Laden gibt es nicht mal ein Schild, aber bitte nicht vorbei gehen. Ihr würdet echt was versäumen! (La Boccaccia, via Leonina 73, links neben der Metro Cavour)


die beste Pizza der Welt
Nachmittags waren wir auch mal Kaffeetrinken, auch in der Nähe unseres Hotel (ja, das war schon eine tolle Gegend) im Ciuri Ciuri (via Leonina 18/20). Mein Liebster hatte diverses Mandelgebäck, ich wollte umbedingt mal Cannoli probieren. Das sind frittierte Röllchen, die mit Ricotta, Puderzucker und Gewürzen gefüllt werden. Sehr lecker, aber auch seeeeehr mächtig (ich hatte ca. 5 Stunden lang das Gefühl, ich hätte einen Stein im Bauch).

Cannoli und Mandelgebäck im Ciuri Ciuri

 Hier ein paar römische Impressionen:
 
Statement eines Lokals in Trastevere
 
geschmackvolle Unterbuxen, porentief rein und aprilfrisch
Treppen überall

Petersdom und Tiber

Bocca della Verita (meine Hand ist noch dran)
Uns hat es in Rom richtig gut gefallen. Vieles müssen wir allerdings noch sehen, deswegen fahren wir auf jeden Fall wieder nach Rom. Das steht schon mal fest!

Sonntag, 5. Januar 2014

Die Schlafplätze des Katers

Unser lieber Kater Filou wird jeden Tag seltsamer bei der Wahl seines Schlafplatzes. Ich habe euch ja kürzlich gezeigt, wie er auf der Reisetasche unserer Tochter ein Nickerchen gemacht hat. Seit dem Heiligen Abend ist Filous Lieblingsschlafplatz in einem leeren Schuhkarton, den mir meine beste Freundin Bibi (toll gefüllt, unter anderem mit dem "vegan genial"-Kochbuch, jippie) zu Weihnachten geschickt hat. Er kann sich sogar mit Prospekten selbst zudecken.


Immer wenn er sich "sicher" fühlt, macht er auch mal ein Nickerchen auf dem Esstisch! Davon bin ich überhaupt nicht begeistert, ich will kein Haare auf der Tischdecke.


Aber den Knaller hat Filou heute vormittag gebracht. Während die Meerschweinchen ihren täglichen Auslauf genossen haben, hat er es sich im Meerschweinchenhaus gemütlich gemacht.
Seht selbst:
Ich musste so lachen, als ihn da gesehen habe.

Themenwechsel: Heute gab es zum Abendessen eine schöne Resteverwertung, nämlich Bratnudeln, asiatisch angehaucht.
Mit einem Stück Tofu, Möhren, Lauchzwiebeln, einer Paprika, Knoblauch, Zwiebeln, Chinakohl und Instantnudeln. Gewürzt mit Erdnussöl, Sojasauce, chinesischen Kochwein und reichlich Sriracha.

 Im Kühlschrank ist jetzt wieder ein bisschen Luft und wir sind auf angenehme Art satt geworden.

Samstag, 28. Dezember 2013

Ihr lieben und treuen Leser dieses blogs, ich hoffe ihr hattet schöne Weihnachten und eine schöne Zeit ganz nach euren Wünschen?
Bei uns war es sehr ruhig, denn leider musste mein Liebster auch an den Feiertagen arbeiten. Wir haben das trotzdem das beste daraus gemacht. Natürlich viel gegessen, abgegammelt, telefoniert, geschlafen und gespielt. So muss das sein.
Am Heiligen Abend gab es ein üppiges Raclette. Auch an ein Fondue habe ich mich gewagt. Seitan, Minifrühlingsrollen und diverse Gemüsen, die ich wir in einen Ausbackteig getunkt haben und dann ins heiße Öl damit. Fettig, knusprig und sehr gemütlich. Dazu hatte ich ein Baguette mit Oliven und getrockneten Tomaten gebacken und ein paar Dips gerührt.
Alles was ich von den "Gelagen" an Fotos für euch habe, sind zwei Fotos von der Glühweincreme. Die habe ich dieses Jahr mit Sojasahne gemacht, was ehrlich gesagt keinen großen Unterschied zur herkömmlichen Sahne gemacht hat. Lecker wars, mittlerweile ein weihnachtlicher Klassiker in unserem Haushalt.



Diese Tradition habe ich leicht abgeändert aus meiner Kindheit übernommen. Damals gab es an Weihnachten öfter mal die Rotweincreme von Dr. Oetker (die aber mit Gelatine ist, was ich damals überhaupt noch nicht kannte). Bei mir ist natürlich komplett selbst gemacht, sogar vegan. Und schmeckt lecker nach Glühwein!
Ich wünsche euch einen guten Rutsch, für 2014 alles Liebe, vor allem aber Gesundheit!
Bis bald im nächsten Jahr,

Katrin

Freitag, 13. Dezember 2013

Will mich nur mal kurz melden...

Lange habe ich nichts von mir hören lassen. Es geht mir aber gut, ich lebe noch. Zurzeit bin ich ziemlich im Stress, bei der Arbeit herrscht der jährliche Vorweihnachtskampf, der mich völlig platt macht. Ein Privatleben mit Fenster putzen, Keksen backen, Geschenke für Freunde besorgen und ähnlichem habe ich ja auch noch.
Wenn ich abends wieder zuhause bin, dann muss ich mich um meinen geschundenen Körper kümmern, damit ich am nächsten Tag wieder fit bin, für die nächste Runde Weihnachtsstress. Aber auch das geht in absehbarer Zeit vorüber.
Das Essen wird zuzeit auch häufig von Mann und Kind gekocht, worüber ich sehr dankbar bin. Gestern war ich mit meinen Kollegen italienisch essen. Und ich habe tüchtig rein gehauen, das volle Programm: mit Vorspeise, ein riesigen Teller Pasta, dazu einen schönen Vino und danach noch Tartufo. Darum gab es heute LowCarb, einfach nur eine asiatische Gemüsepfanne. Brokkoli, Weißkohl, Möhre, Zwiebel, Ingwer und Knoblauch in einer leckeren Soße aus Sojasauce, Reiswein, Chilli, Sesamöl, Chilli und Sesam. Einfach, schnell, lecker und gut für die Figur. So ein Ärger aber auch, das ich heute abend noch mit Freunden auf den Weihnachtsmarkt gehe und dort ganz bestimmt einen Glühwein trinken werde. Aber Weihnachten ist halt nur einmal im Jahr!


Hier habe ich noch ein süßes Foto von meinem lieben Filou, wie er ein Nickerchen auf der Reisetasche meiner Tochter hält.
Ach, er ist aber auch ein Goldstück!

Ich wünsche euch noch eine schöne Adventszeit und lasse bestimmt bald wieder von mir hören...!





Sonntag, 3. November 2013

Sturm in Flensburg

Und zwar kein Sturm der Liebe. Es war das Orkantief "Christian", das hier mit Windstärke 12 durchzog. Es gab viele Schäden, umgeworfene Bäume, hinab gefallene Ziegel, abgedeckte Dächer, kaputte Autos, weggeflogene Zäune. Besonders traurig: ein Todesopfer, der Mann wurde von einem Baum erschlagen.
So sah es in meiner Nachbarschaft nach dem Sturm aus:





Ja, das war schon ziemlich heftig. Das Handynetz O2 ist für 3 Tage ausgefallen, bis alle Antennen repariert waren. Auch nicht schön. Nun läufts aber wieder.

Irgendwie muss ich jetzt mal zum Essen hinüber leiten. Und hier kommt unser Essen: (ja, eine elegante Überleitung geht anders, ich weiß  ;) )
Vorgestern hatte ich Lust auf was herzhaftes, am besten frittiert, ihr wisst was ich meine. In der Biokiste war ein Wirsing, wie immer natürlich Möhren und eine Paprika hatte ich noch im Kühlschrank. Das kam zusammen mit Zwiebel, Ingwer und Knoblauch in einen würzigen Teig aus Maismehl, Weizenmehl und ein wenig Kichererbsenmehl. Und dann ins Fett damit!
Boah, war das gut.

Heute Nachmittag habe ich für uns einen Mohn-Streuselkuchen gebacken. Auf einen Hefeteig kam eine Mohn-Grieß-Mischung mit Rosinen und oben drüber Streuseln. Auch lecker. Und auch vegan.


Montag, 21. Oktober 2013

Ich sehe schwarz,..

Grillkohle selbstgemacht, oder Brandenburger Kartoffelpfanne.... Überschriften fallen mir heute einige ein (normalerweise schreibe ich nämlich die Überschrift zum Schluss, in der Hoffnung das mir bis dahin was eingefallen ist).


Schon seit zwei Wochen steht meine neue Eisenpfanne im Schrank und ich habe sie noch nicht eingebrannt. Sünde! Na, das musste ich heute auf jeden Fall erledigen. Also hab ich flux ein paar Kartoffeln geschält und die zusammen mit den Schalen mit reichlich Öl und Salz gebraten bis die Küche qualmt. Nach 20 Minuten hatte noch immer keiner der Nachbarn die Feuerwehr gerufen. So schlimm kann es ja dann auch nicht gewesen sein. Obwohl mir das schon ziemlich schlimm vorkam. Glücklicherweise ist in der Küche kein Rauchmelder. Der im Flur ist auch nicht angesprugen, also alles im grünen Bereich.
So, Pfanne ist nun eingebrannt, es darf gebrutzelt werden.

Unsere diesjährige Apfelernte wollte ich euch auch noch zeigen.Von diesem kleinen Baum schon erstaunlich.

Leider kommt der Winter mit großen Schritten, es gab sogar schon den 1. Nachfrost. Oh wie ich diese Jahreszeit hasse. Meinem lieben Filou geht es auch so. Allerdings versucht er sich noch vor dieser Zeit zu verstecken.

Naja, fast hätte es geklappt. Zumindest hat er es auf der Heizung schön warm.

Samstag, 12. Oktober 2013

Hausmannskost vegan

Lange habe ich nichts mehr von mir hören lassen. Mich hat vor 3 Wochen eine ziemlich heftige Erkältung erwischt, so richtig mit Fieber und allem! Glücklicherweise habe ich direkt danach Urlaub gehabt und konnte mich noch etwas schonen und auskurieren.  Dann sind wir in meine Heimat, den Harz gefahren. Denn meine beste Freundin hatte dort einen Runden Geburtstag, was natürlich gefeiert werden musste.
Wir haben ihr das neue Kochbuch von Jerome Eckmeier geschenkt, "Vegan: tut gut - schmeckt gut". Das Buch ist schön gemacht, tolle Fotos und Gerichte, die man sofort nachkochen möchte. Jerome Eckmeier kocht viel Hausmannkost, die ich ja auch manchmal ganz gern esse. So gibt es u.a. Gulasch, Sauerbraten, Königsberger Klopse, Labskaus und auch Matjes. Alles vegan. Es gibt auch Rezepte für Salate, Desserts,  Kuchen und einiges, was keine Hausmannskost ist, wie z. B. türkische Pizza und Pilztaschen. Es gibt Rezepte "zum beeindrucken" und auch andere "wenn die Kasse knapp ist. Also eine ausgewogene Mischung.

Direkt nachgekocht habe ich die Königsberger Klopse und den eingelegten Matjes. Der "Matjes" war der Hammer! In eine würzigen Marinade aus Sojajoghurt, Hafersahne, Zwiebeln, Gewürzgurken, Äpfeln und Gewürzen kommen die Auberginen"matjes"filets. Unglaublich lecker. Ein Gericht das ich seit 20 Jahren nicht mehr gegessen habe (ich hatte es allerdings auch nicht vermisst). Super! Ein Gericht, das es in Zukunft öfter in unserem Haushalt geben wird. Wenn ich nur daran denke, dann könnte ich schon wieder....



Den anderen Klassiker der deutschen Hausmannkost, Königsberger Klopse, habe ich natürlich auch nachgekocht. Königsberger Klopse habe ich schon immer sehr gern gegessen, gibt es bei uns auch ab und an mal, allerdings nach einem anderen Rezept. In das Rezept von Jerome Eckmeier hat sich allerdings ein Fehler eingeschlichen. Die 200g Tofu aus der Zutatenliste tauchen im weiteren Rezept nicht wieder auf. Ich habe den Tofu dann halt mit püriert und zur Glutenmasse hinzugefügt.
Der Teig war ziemlich krisselig und ließ sich schwer zu Klopsen formen. Ich hatte das Gefühl, der Tofu ist zuviel. Allerdings wird ja Gluten pur immer ziemlich gummimäßig. Hmm, eine wirkliche Lösung habe ich hier noch nicht gefunden. Wahrscheinlich würde ich nächstes mal nur so 50-60 gr. Tofu und zusätzlich 2 Löffel Paniermehl in den Glutenteig tun. Egal, das sehen wir dann. Richtig lecker waren die Königsberger Klopse aber. Etwas schwammig von der Konsistenz, aber wirklich sehr lecker. Ich liebe ja diese Kapernsauce.


Alles in allem ein sehr schönes Buch. Wenn ich das nächste Mal im Harz bin, werde ich daraus wieder etwas nachkochen. Oder ich rufe meine Freundin an und lasse mir ein schönes Rezept durchgeben. Oder (ohweh) ich gebe meiner Kochbuchsucht nach und kaufe es mir gleich selber. Naja, irgendein Laster hat ja jeder Mensch. Ich will mir ja nichts schön reden, aber es gibt doch schlimmeres als süchtig nach Kochbüchern zu sein, oder etwas nicht? Ich kann es aber auch anders ausdrücken, nämlich:"ich sammle Kochbücher". Klingt doch gleich viel netter...