Donnerstag, 9. Oktober 2014

Italienreise: Neapel


Heute gibts mal wieder einen Reisebericht von mir. Mit meinem Mann war ich ein paar Tage in Italien unterwegs, zuerst ging es nach Neapel, dann weiter nach Rom. Ich war zum 1. mal in Neapel. Viele Leute haben mich davor gewarnt, zu laut, zu dreckig, zu gefährlich und sehr ärmlich. Ja ganz genauso war es auch und mir hat das chaotische Neapel einfach super gut gefallen! Das Bed&Breakfast lag in einem ziemlich üblen Stadtteil, voller Dreck und Müll, das Haus sah einfach nur ranzig aus. Auf dem Hof standen 7 Rattenfallen! Um ins Zimmer zu kommen brauchte man 4 Schlüssel, einen für das Tor zur Straße, einen fürs Haus, einen für die Tür zum b&b, einen fürs Zimmer. Das Zimmer war einfach, aber sauber und ordentlich. Gefrühstückt wurde dort an einem großen Tisch, mit allen Gästen, was sehr lustig war. Vorher habe ich noch nie mit einem Brasilianer gesprochen, in Neapel habe ich viele kennen gelernt. Nette Leute, diese Brasilianer!

In Neapel gibt es eine unglaubliche Armut, die Leute essen aus dem Müll und schlafen im Müll. Jeder versucht irgendwie zu Geld zu kommen und wenn sie nur versuchen, in der Bahn Feuerzeuge zu verkaufen. Ich bewundere diese Menschen, ich wäre dort ganz sicher bereits tod.
In der Bahn gab es auch immer viel zu lachen. Der Dorfdepp von Neapel (der mir bereits am Vortag im gleichen Zug aufgefallen ist) hat bei mir einen totalen Lachflash ausgelöst. Dieser Depp saß in der Bahn und hat total laut "Another brick in the wall" von Pink Floyd gesungen. Ton und Melodie hat er dabei gut getroffen, ich habe den Song sofort erkannt. Aber sein Englisch war sooo lustig,wie bei einem Kind, was in einer Fremdsprache etwas nachsingt. In etwa:"Enassas pikedie pohl".  Ich weiß, dass man andere Leute nicht auslachen darf, mache ich normalerweise auch nicht. Ich habe wirklich versucht ernst zu bleiben, aber irgendwie ist es dann aus mit ausgebrochen und ich hab so abgelacht. Dann fing dieser Mann neben mir an zu lachen und der Dorfdepp hat angefangen mich auf italienisch zu beschimpfen. Ich habe weitergelacht, konnte garnicht mehr aufhören. Vor lauter Wut hat der Depp dann ein Riesen Bündel Geld aus seiner Hosentasche geholt und dass vor allen Leuten auffällig gezählt. Oha, damit hat er natürlich alle schwer beeindruckt ;-)
Wenn ich nur daran denke, muss ich schon wieder lachen.

Das Leben in der Stadt ist total günstig, der öffentliche Nahverkehr oder Lebensmittel sind richtig preiswert. Die Leute waren wahnsinnig nett. 4 Mal wurde ich von wildfremden Männern angesprochen, doch bitte meine Handtasche anders zu tragen : "Madame, this is a very dangerous city" (in Neapel trägt jeder seine Tasche vorne auf dem Bauch, aber ich hab das ständig vergessen). Wobei ich vermute, dass zwei dieser Männer eigentlich selbst Taschendiebe waren, die ihren freien Nachmittag hatten und nur mal mit mir quatschen wollten ;-) Glücklicherweise bin ich nicht beklaut worden.
So wird man im Bus vor Taschendieben gewarnt

Überall liegt Müll. Nachts kommt die Müllabfuhr und morgens ist der Müll wieder da.

 

Todesanzeigen werden in Neapel einfach an die Hauswände geklebt.

Die schicke Galleria Umberto

Die neuste Herrenmode

Wenn man schon mal in Napoli ist, dann muss man sich natürlich auch die Ausgrabungen in Pompeji angucken. Dahin kommt man mit der Bahn und wenn man richtig Glück hat, dann darf man mit netten Frühstücksbrasilianern zusammen sitzen und sich weiter lustig unterhalten.
Pompeji war absolut großartig. Ich habe soooo viele Fotos gemacht. All diese wunderschönen Wandmalerein und Mosaike. So schrecklich dieser Vulkanausbruch damals war, ohne den hätten wir heute so schöne Dinge nicht zu sehen bekommen. Über eine ältere Dame, die auch in Pompeji unterwegs war, musste ich so lachen. In ihrer Hand hatte sie den "Guide to Switzerland" :-).  Knapp daneben ist auch vorbei.


Eine Beschriftung vor einem Geschäft

Ein Geschäft, in diesen Amphoren waren die Waren, die verkauft werden sollten

Sehr traurig, ein Kind in seinem letzten Augenblick


Wegweiser zum nächsten Bordell "immer dem Penis nach" ;)

Das bekannte Bordell in Pompeji

Der Menschheit fällt auch nichts neues mehr ein ;)
Wunderschöne Malereien. Ich steh auf das Pompejirot
Blick auf den Vesuv

In Herkulaneum waren wir zwei Tage später natürlich auch. Der Unterschied zu Pompeji ist nicht so groß, Herkulaneum war eine kleinere Stadt und dort sind halt einfach mehr zweistöckige Gebäude erhalten geblieben. Auch dort gab es viel zu sehen und zu fotografieren.

In Herkulaneum sind noch viele zweistöckige Gebäude erhalten


Das Essen in Neapel war sehr gut und total günstig. Zwei mal haben wir in dem bei Tripadvisor hochgelobten Restaurant Da Donato gegessen, das zufälligerweise nur 2 Häuser neben dem B&B lag. Tolles Essen, ganz besonders die Vorspeisen. Pasta und Antipasti top. Die Pizza habe ich ehrlich gesagt schon besser gegessen, ich steh nicht so auf den weichen Boden, für mich muss Pizza knuspig sein (wie in Rom). Ansonsten gab es unterwegs einfach Eis, Trauben, Feigen, Tomaten, Falafel, mal Pommes und Pizza auf die Hand. Nicht luxuriös, halt einfach lecker. Ich muss nicht ständig essen gehen, denn ich bin kein Luxusweibchen. Aber schmecken muss es!

Ich würde euch gern Bilder von den Märkten in Neapel zeigen, die Obst-und Gemüseauswahl dort war fantastisch. Besonders die Pilze waren der Hammer.  Aber man sollte in Neapel nicht einfach sein Handy oder einen Fotoapparat in der Hand halten, das ist für die Taschendiebe zu verlockend. Darum leider keine Fotos. Die Lebensmittel sahen so lecker und frisch aus, am liebsten hätte ich eingekauft und gleich losgekocht.
Einen Ausflug nach Sorrent haben wir auch gemacht, aber da hats mir nicht gefallen. Völlig überlaufen von Touristen, ganz besonders Engländern, nur die Aussicht ist sehr schön. Spart euch Sorrent.

Bella Napoli ist nicht wirklich schön, hat aber ganz viel Charme und dort tobt das pralle Leben. Die Preise sind super, die Stadt ist nicht überlaufen von Touristenmassen, die Menschen sind sehr freundlich und wenn man sich irgendwie mit der Armut, dem Dreck und dem Verkehrschaos dort arrangieren kann (kann ich), dann ist Neapel eine großartige Stadt und gefällt mir weitaus besser als Rom.
Bella Napoli, ich komme wieder!!!

Aber erstmal weiter nach Rom...

Dienstag, 16. September 2014

Das bisschen Schlachten

Ich habe hier was lustiges für euch, dass mal nicht doof ist:
Gabriele Busse; das bisschen Schlachten


Solche gute Sachen lernt man nur kennen, wenn man wegen einer verlorenen Wette einen Helgoländer trinken muss ;) Und das in der angeblich "miesesten und gefährlichsten Spelunke" von Flensburg.  Danke für den Tip, Lisa! Ein sehr entspannter Mittwoch Abend, den wir wiederholen müssen!

Freitag, 12. September 2014

veganer "Fleisch"salat

Zur Zeit koche ich nicht wirklich viel. Mein Mann hatte einen Unfall beim Sport, er ist für 4 Wochen krank geschrieben und kocht für uns, während ich bei der Arbeit bin.
Darum erwartet in nächster Zeit mal nicht so viel von mir aus der Küche.

Heute zeige ich euch trotzdem mal was, nämlich veganen "Fleisch"salat. Ja ich weiß, hört sich bescheuert an, aber man weiß sofort, was damit gemeint ist. 
Normalerweise esse ich ja zum Frühstück Müsli mit Sojajoghurt und Obst. Für mich das beste Frühstück der Welt, schnell gemacht, super gesund und hält lange satt. Langweilig ist mir das nicht, da ich täglich ein anderes Obst nehme. Ab und an kommen ein paar Nüsse drauf, für die guten Fette.
Ausnahmen mache ich nur an freien Tagen, da gibt es dann auch schon mal ein Brötchen. Da ich aber auf diese ganzen Tartex und Zwergenwiese Aufstriche nicht so stehe, mache manchmal diesen veganen Fleischsalat zum Frühstück. Da kommt dann der vegane Aufschnitt von Hobelz, feine Gurken- und Zwiebelstreifen und selbstgemachte vegane Majonäse rein.
Bei der veganen Majo hatte ich bei den ersten 683 Versuchen so meine Schwierigkeiten, inzwischen hab ich den Dreh raus und es klappt immer ;) Und das meist in Rekordzeit von unter einer Minute, also auch fix gemacht. Völlig frei von Eiern und anderen Tierleidprodukten. Und schmeckt genau wie jede andere Majo.

Die Fotos sind leider nicht besonders schön,  fix mit meinem Handy gemacht. Es musste schnell gehen, ich hatte nämlich Hunger.



Dieser "Fleischsalat" schmeckt wirklich total klasse. Leuten, die mit vegetarisch oder vegan überhaupt nichts anfangen können, hat dieser Fleischsalat geschmeckt. Sogar Tante Sonja! Und das will was heißen! ;)



Montag, 1. September 2014

Chinesische Austauschschülerin zu Gast

Nachdem viele Bekannte, Freunde, Nachbarn und Kollegen gefragt haben, möchte ich euch heute mal erzählen wie der Schüleraustausch mit unserer chinesischen Schülerin so gelaufen ist.
Wir hatten ja schon ein paar  Austauschschüler bei uns zu Gast. Eine kleine, arrogante Französin und einen offenen und richtig tollen französischsprachigen Schweizer (aber der war schon 18 und deswegen wahrscheinlich etwas weiter).
Den niederländischen Freund meiner Tochter zähle ich nicht als Austauschschüler, aber als ausländischen Gast dazu.
Alle diese jungen Menschen waren aber durch und durch europäisch und mit jemanden der aus einer völlig anderen Kultur kommt, überhaupt nicht zu vergleichen. Obwohl man natürlich keinen Menschen mit einem anderen vergleichen kann, ganz egal woher oder wie alt, denn es ist ja jeder Mensch anders.
Als Gastmutter bin ich also mittlerweile ein alter Hase ;). Auch wenn es ungewohnt ist, für einen völlig fremden Menschen die Verantwortung zu haben und dafür zu sorgen, dass alles läuft. Macht aber auch Spaß und ist natürlich auch für mich als Gastgeber eine interessante und meistens gute Erfahrung.


Am Abend der Anreise brachte Douyi allerhand Geschenke mit, die ganz toll und doppelt (!) verpackt waren. Und das komplett ohne Tesafilm. Auf den Geschenken hatte sie in deutsch und chinesisch verschiedene gute Wünsche geschrieben. Ganz besonders schön fand ich den Wunsch "Hals- und Beinbruch" :) .

Gastgeschenke aus China

Abends hat unser chinesischer Gast immer ausgiebigst geduscht (halbe Stunde Minimum) und ihre Unterwäsche und Socken mit der Hand gewaschen. Ihre Wäsche hat sie dann auf einen Kleiderbügel gehängt und dann in den Keller zum trocknen gebracht.
Ich habe dem Mädchen natürlich angeboten, ihre Wäsche mit zu waschen, das habe ich bei allen Gästen so gemacht und war bisher kein Ding. Sie hat mir ein paar Sachen gegeben, aber nicht ihre Unterwäsche oder Socken. Ich habe dann versucht zu erklären, dass ja jeder Mensch Unterwäsche und Socken hat, das also nichts wo für man sich schämen muss und es für mich total normal ist, die in der Waschmaschine mit zu waschen.
Von ihrer täglichen Handwäsche hat sie sich aber nicht abbringen lassen. Wie wir von den anderen Gastgebern erfahren haben, haben die anderen chinesischen Schüler es auch alle so gemacht. Vielleicht ist das in China einfach so üblich. Auch die Handtücher, die ich ihr hingelegt hatte, wurden nicht benutzt. Sie hat ein winziges (ca. 20 cm x 15 cm) Handtuch dabei, was auch abends mit den Keller gehängt wurde.

Das Essen war nochmal ein schwieriges Thema. So richtig geschmeckt haben ihr eigentlich nur Schokoladenkekse (so choco leibniz und ähnliche). Der typisch deutsche Klassiker "Currywurst mit Pommes" wurde auch gegessen. Aber alles war roh war, ging garnicht für sie, weder Obst noch Salat.
Putzig war auch wie sie beim Frühstück das Brötchen von oben nach unten aufgeschnitten hat. Naja, woher soll sie das auch wissen, das war das erste Brötchen das sie jemals gegessen hat. Da kam dann die bittere, englische Orangenmarmelade drauf, die ich ja selber nicht mag. Für sie ganz bestimmt eine Erfahrung  (wenn auch keine gute) ;)
Die ersten beiden Tagen habe ich für sie auch immer Reis gekocht, für die Eingewöhnung an deutsches Essen. Den hat sie auch gegessen. Ich glaube, die chinesischen Schüler waren auf eine andere Küche als die chinesische schlecht vorbereitet. Warum jemand keine Tiere isst, hat Douyi überhaupt nicht verstanden. Zumindest hat sie es akzeptiert, das ist ja auch schon was.

Douyis Zimmer war super aufgeräumt, ihre Kleidung immer absolut korrekt gefaltet und zurecht gelegt. Ehrlich gesagt war mir das unheimlich. Wenn ich da an das Zimmer von unserem Schweizer denke, oha, da sah es aus wie nach einem Bombenanschlag ;).

Vor Tieren hatte Douyi Angst, vor Hunden ganz besonders. Aber auch unser lieber Kater erschien ihr etwas gefährlich. Wenn der mal losgaloppiert ist, dann hat sie ganz schnell ihre Füße hochgezogen. Als ob Filou ihr ein Bein abbeißen würde ;). 
Meerschweinchen sind in China anscheinend unbekannt, die beiden kleinen mochte sie aber ganz gern.

Sonntag Abend waren 6 chinesische Ausstauschschüler und die dazugehören deutschen hier. Es wurde Karaoke gesungen und just dance auf der Wii gespielt. Die chinesischen Jungs haben sich getraut ein deutsches Lied zu singen, ohne jegliche Deutschkenntnisse. Das fand ich sehr mutig und hat mich schon beeindruckt.
Die chinesischen Schüler waren alle super brav,  diszipliniert, extrem höflich und irgendwie sehr angepasst. Keiner hatte eine seltsame Haarfarbe, die Klamotten so brav und unauffällig, die Mädels völlig ungeschminkt. Wahrscheinlich ist es in China normal  in der Menge eher untergehen als seinen eigenen Stil zu haben. Mir erschienen die Chinesen auch geistig noch nicht so reif und entwickelt wie unsere gleichaltrigen. Die Kleidung total verspielt und niedlich, sogar das Handy und die dazugehörgien Apps wirkten irgendwie wie in rosa Zuckerglasur getaucht, alles sehr süßlich und kitschig.
Allerdings glaube ich, dass den Schülern ihre doch eingeschränkte Freiheit in China schon bewusst ist. Einem Jungen war klar, dass er in China kein Facebook benutzen darf, sondern dass nur über QQ (chinesischer Messenger, wie eine Mischung aus whatsapp und facebook) weiter geschrieben werden kann.
Auch einen Freund/Freundin dürfen die chinesischen Teenager nicht haben. Da hätten sie allerdings auch keine Zeit für, den der Unterricht geht in China bis in den Abend. Und die chinesische Schuluniform ist ein schlecht sitzender Jogginganzug. Generell der Unterricht ist hier anders und viel lockerer als in China.

Für jemanden, der aus der Millionenstadt Hangzhou (8 Millionen Einwohner) kommt, muss  Flensburg mit knapp 88 Tausend Einwohnern ein verschlafenes Dorf sein. Douyi fand Flensburg sehr ruhig, aber auch schön. Ich glaube es hat Douyi hier insgesamt gut gefallen. Sie hatte einen Abschiedsbrief geschrieben, in dem sie sich wieder und wieder für alles mögliche bedankt,  sehr höflich und gut erzogen.
In den Herbstferien findet der Gegenbesuch nach China statt. Ich bin gespannt wie es unserer Tochter in China gefallen wird. Eins ist sicher: ihr Zimmer wird garantiert nicht so aufgeräumt sein ;)



Dienstag, 5. August 2014

Schöner Tag mit Hans im Glück

Ich hatte heute einen richtig tollen Tag. 1. weil ich frei hatte, und 2. weil ich nur schöne Dinge gemacht habe. Nach dem ich richtig ausgeschlafen und gefrühstückt hatte, bin ich mit meinem Liebsten mit dem Fahrrad losgezogen, um ein paar geocaches und auch Brombeeren zu finden. Beides erfolgreich ;)
Abends waren wir verabredet, um einen weiteren Versuch zu starten, bei der neuen "Hans im Glück"- Filiale in Flensburg zu essen. Auch das erfolgreich!
Wir haben auf Anhieb einen freien Tisch bekommen und hatten dann die volle Auswahl. 10 vegetarische Burger und sogar einen veganen gibt es auf der Karte (leider auch welche mit Fleisch). Ich hatte mich natürlich für den veganen Burger entschieden (Speisekarte gibts online) und wurde auch nicht enttäuscht. Auf der Speisekarte stand "würziger Weizenbratling mit Tomate, Rauke und Sprossen", der sich dann als richtig geiler Seitanbratling mit einer leckeren, veganen Sauce entpuppte. Dazu kann man dann zwischen Mehrkornbrötchen und Sauerteigbrötchen wählen. Ich hatte Mehrkorn, würde mich beim nächsten Mal aber für das Sauerteigbrötchen entscheiden.

Alles war sehr lecker und frisch.
Die Einrichtung bei Hans im Glück ist schwer zu beschreiben. Ich meine "stylisches Märchenland" trifft es ganz gut.






Sehr modern, aber durch die Birken und die Waldtapeten gleichzeitig auch sehr gemütlich und verspielt. Das witzigste waren die Toiletten. Auch hier wieder stylisches Märchenland und anstatt Musik liest ein Erzähler das Märchen vom Hans im Glück vor. Sowas hatte ich noch auf keiner Toilette.

Nach dem Essen wollten wir ins Kino und kamen dort leider in letzer Minute an.  Tja, da war unser Film natürlich schon ausverkauft, Pech gehabt.
Aber bis auf diese eine Sache ein wirklich richtig schöner Tag.

Sonntag, 3. August 2014

Wieder im Harz

In meiner Harzer Heimat gab es zwei Feste zu feiern. Da ich mir eine gute Party ungern entgehen lasse, bin ich mit meinem Liebsten natürlich in den Harz gefahren. Die Hinfahrt war nicht so der Knaller. Bei Hildesheim gab es einen LKW-Unfall, da haben wir dann für ein Stück von 2 km Strecke 70 Minuten gebraucht, na traumhaft!
Dort angekommen hab ich es mir dann 4 Tage lang richtig gut gehen lassen. Ich habe richtig klasse gegessen und (leider) auch reichlich getrunken. Mit Schnaps und ganz besonders Ouzo braucht mir erstmal keiner kommen ;)
Ach, es ist doch immer wieder lustig mit seinen Leuten richtig zu feiern.
Meine Eltern haben sich nicht lumpen lassen und auch  für Vegetarier ordentlich aufgefahren, unter anderem indonesisch mit gefülltem Tofu. Richtig lecker, leider hab ich davon keine Fotos gemacht.
Gewohnt haben wir bei meiner besten Freundin Bibi, die uns wieder richtig verwöhnt hat.

Die Harzer Landschaft ist wunderschön, darum waren wir natürlich auch wandern und geocachen (auch wenn ich ehrlich gesagt lieber mit einer Flasche Wasser im Bett geblieben wäre).
Pause am Nassewieser Teich
 
 Den ganzen Nachmittag haben wir Himbeeren gegessen ohne Ende




Unterwegs hatte ich eine lustige Begegnung. Eine alte Klassenkameradin, die ich seit der 7. Klasse !!! nicht mehr gesehen hatte, hat mich spontan wieder erkannt. Ich sie leider nicht gleich. Hätte sie mich nicht erkannt, ich wäre an ihr vorbei gelaufen. Aber nach 24 Jahren kann das schonmal passieren.

Einen Ausflug nach Goslar haben wir auch noch gemacht und uns dort so richtig benommen wie Touristen, einschließlich saublöden Fotos vorm Marktbrunnen.

Beim nächsten Post werde ich auch wieder was Essbares zeigen, heute bleibts beim Harz!




Donnerstag, 24. Juli 2014

Erstens kommt es anders und zweitens...

...als man denkt.
In meinem letzten Post habe ich erzählt, dass ich vorhatte, im neuen Hans im Glück in Flensburg einen Burger zu essen. Kam dann aber alles anders ;)
Unsere Freunde sagen in letzter Minute ab, was uns nicht davon abgehalten hat, allein loszugehen.
Bei schönstem Sommerwetter wollten wir natürlich draußen sitzen, bei Hans im Glück gab es allerdings nur noch Tische drinnen. Blöd. Glücklicherweise gibt es am Nordermarkt an Gastronomie große Auswahl. Und so sind wir dann schräg gegenüber im Cafe Central an einem freien Tisch draußen gelandet. Dort gab es eine schöne Überraschung für mich, denn im Cafe Central gibt es neuerdings eine kleine, aber feine vegane Speisekarte!

Ich habe mich für das vegane "Sauerfleisch" mit Bratkartoffeln und einer Senfsauce entschieden und habe das nicht bereut (obwohl ich in meinem ganzen Leben nie zuvor Sauerfleisch gegessen habe. Aber mein 2. Vorname ist ja neugierig).  Tofu war mit reichlich Gemüse eingelegt, hätte für mich ruhig noch einen Tick saurer sein können, war aber allgemein sehr lecker.
Spontan kam noch eine nette Bekannte des Weges, die sich zu uns setzte und die sich, wie eine weitere Mitesserin, für den Bohnenburger entschied. Die Burger sahen richtig gut aus. Beim nächsten mal werde ich den auch mal probieren.
Zum Dessert gab es dann noch einen schönen Cocktail für jeden und der Abend war letztendlich doch noch sehr gelungen und recht lustig. Wenn auch völlig anders als geplant.

Veganes Sauer"fleisch" im Cafe Central



Cocktail zum Dessert