Sonntag, 15. August 2010

Sushi


Vor einiger Zeit habe ich im Asia-Markt meines Vertrauens eine Tüte eingeschweißter Inari-Tofu-Hüllen gekauft. Nun bin ich endlich dazu gekommen, mal wieder Sushi für uns zu machen. 

Die Inari-Hüllen sind Taschen aus Tofu, frittiert und ziemlich süß. Hört sich seltsam an, schmeckt aber wirklich genial! Leider ließen sich die Taschen sehr schlecht öffnen, einige sind beim öffnen sogar etwas eingerissen, was dem Geschmack aber nicht geschadet hat. 

Gefüllt habe ich die Inari mit Reis, Avocado, Gurke und Tomate. Meiner lieblings Sushi Füllung!

Ein paar "normale" Häppchen im Nori-Blatt habe ich auch noch gemacht. Allerdings schmeckten mir die Inari-Taschen noch ein kleines bisschen besser als die herkömmlichen Sushiröllchen, leider bekomme ich die Inari-Taschen aber nicht immer in meinem Asia-Markt. Die wird es also so schnell erstmal nicht wieder geben. Umso mehr haben wir sie genossen.

Auf jeden Fall machen die kleinen Teilchen pappsatt!!


Dienstag, 10. August 2010

Vielerlei mit Zucchini




Ich mag ja Zucchini echt gern. Ein ganz tolles und variables Gemüse,  mit dem man wirklich die unterschiedlichsten Sachen machen kann. Ich habe in diesem Jahr viele Zucchini geschenkt bekommen und dementsprechend gekocht.

Bei Celia Brooks Brown habe ich ein australisches Rezept für einen herzhaften Zucchini-Käse-Kuchen gefunden. Der Kuchen ist ziemlich flach geworden, aber das muss wohl so sein... Flach,  aber sehr lecker ;).

Ein Klassiker in meiner Küche ist mittlerweile der Zucchinikuchen mit Nüssen, schön saftig!

Auch die Zucchini-Käse-Taler gibt es bei uns jeden Sommer wieder. Dünne Zucchinischeiben werden gewürzt mit Kräutern, Salz und Pfeffer und dann mit Käse nach Geschmack gefüllt. Die Taler werden dann zusammen gesetzt, paniert und gebraten. Dazu gab es Kartoffelpürree und Zwiebelsoße.

Ein paar Zucchinis habe ich noch. Daraus werde ich Zucchini-Brownies machen. Eine Zucchini-Dill-Cremesuppe gibt es auch noch. Und natürlich noch Mücver, meine türkischen Lieblingspuffer. Und ein Thai-Curry mit Zucchini will ich auch noch machen. Und Zucchiniröllchen mit Feta-Couscous-Füllung. Und einen Zucchini-Kartoffel-Auflauf. Und Zucchini-Antipasti.

Ach, Zucchini kann man wirklich nie genug haben! ;)



Mittwoch, 4. August 2010

Möhren-Sellerie-Flan mit Meerrettichsoße


Eher hier die ersten Fragen aufkommen: Nein, auf dem Bild, das ist kein Schwamm. Ich habe Sponge-Bob nicht getötet. Das ist ein Möhren-Sellerie-Flan auf einem schlechten Foto! So, nun gehts weiter im Text.

Vor einigen Tagen hatte ich furchtbare Lust auf Meerrettich. Nur was könnte man schönes, vegetarisches zu den Kartoffeln und der Meerrettichsoße machen?

Wurzelgemüse passt ja gut zu Meerrettich, da habe ich mir einen Möhren-Sellerie-Flan überlegt. Bei Chefkoch.de habe ich eine sehr unkompliziert klingende Methode gefunden einen Flan zuzubereiten, nämlich in der Mikrowelle. Hört sich seltsam an, funktioniert aber wirklich ganz tadellos! Die gekochte und fein pürierte Möhren-Sellerie-Zwiebel-Masse habe ich mit einem Löffel Creme fraiche und einem Ei vermengt, gewürzt und in gefettete Tassen gegeben. Oben auf die Masse kommt ein passend zugeschnittener Kreis aus Backpapier, um den Flan vorm austrocknen zu schützen. Das ganze kommt dann 5-6 Minuten in die Mikrowelle, dann wird eine Stäbchenprobe gemacht. Der Flan hat sich perfekt aus der Tasse gelöst, war fein flaumig und fluffig, besser habe ich es vorher auch im Wasserbad nicht hinbekommen. 

Dazu gab es Lauchgemüse, Kartoffeln und natürlich die schöne Meerrettichsoße. Ein richtiges Sonn-oder Feiertagsessen! Und dabei so fix und easy zubereitet!

Leider ist das Foto nicht so schön geworden, irgendwie rauschig. Tja, ich weiß auch nicht.. Aber das ist kein Schwamm!!!

Für heiße Tage - Mercimek Köfte


In der letzten Zeit bin ich kaum zum bloggen gekommen. Gekocht, fotografiert und gegessen habe ich natürlich trotzdem. 

Heute möchte ich euch eines meiner türkischen Lieblingsgerichte vorstellen: Mercimek Köfte. Die kleinen Teile bestehen aus roten Linsen, Bulgur, Zwiebel, Lauchzwiebel, kleingehackter Paprika, wenig Knoblauch, Zitronensaft, Tomatenmark und werden mit etwas Chilli, Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Paprika gewürzt. Dazu Cacik, Mücver (Zucchinipuffer), ein paar gefüllte Weinblätter und dicke Bohnen in Tomatensauce und ich bin im Himmel!!! Die Mercimek Köfte werden nicht gebraten und sind somit sogar figurfreundlich. Sie werden kalt gegessen.

Sonntag, 18. Juli 2010

Kohlrabi in knuspriger Panade mit Kartoffel-Möhren-Zucchini-Gemüse und Kräuter-Bechamel


Gestern hing eine Tüte an der Tür, drin waren zwei Kohlrabi und ein Zettelchen: "Ihr Lieben, habt ihr Lust auf Kohlrabi?  M & H". Liebe Freunde aus dem Tierschutzverein haben einen Schrebergarten, in dem sie versuchen, Gemüse zu ziehen, was in unserem Klima hier leider nicht immer gelingt. Beim Kohlrabi hatten sie offensichtlich Glück und einen grünen Daumen. 

Einen richtig großen und zarten Kohlrabi habe ich heute Mittag in Scheiben geschnitten, gedünstet, mit einer würzigen Parmesan-Senf-Panade versehen und dann knusprig gebraten. Dazu gab es ein Kartoffel-Möhren-Zucchini-Gemüse und eine Kräuter-Bechamel-Soße. In die Soße habe ich kurz vorm servieren noch die kleingehackten Kohlrabiblätter gerührt, die sollen ja so gesund sein. 

Essen hat geschmeckt (auch der Freundin meiner Tochter) und war (durch den geschenkten Kohlrabi) auch wirklich sehr günstig. Vielen Dank ihr lieben Tierfreunde!


Dienstag, 22. Juni 2010

Hello Kitty!



Ich muss ehrlich zugeben, dass ich von Motivtorten total fasziniert bin. Bei  Chefkoch. de gucke ich mir  gern die Fotos der kreativen Werke im Motivtortenforum an. Ich habe mich allerdings auch oft gefragt, warum ich noch nie so eine Torte geschenkt bekommen oder überhaupt nur mal in echt gesehen habe?! Ist dieser Trend vielleicht am Harz vorbeigegangen (wie so vieles anderes auch)?

Ich wollte es nun auch endlich mal versuchen, eine solche Torte zu erschaffen. Allerdings wird der Fondant, aus dem die Wunderwerke erschaffen werden, mit Gelatine hergestellt. Das geht für mich ja nun überhaupt garnicht! Also habe ich mich auf die Suche nach einem Rezept ohne Gelatine begegeben und bin auch schnell fündig geworden. Dann habe ich Zutaten wie Glycerin, Traubenzucker, Agartine, Lebensmittelfarbe und jede Menge Puderzucker gekauft und habe ich mich an den Fondant gemacht. Der erste Versuch ist erstaunlich gut geworden und sah für mich als Bastel-Legastheniker fast passabel aus. 

Da meine liebe Kollegin Jenny leider heute bei uns ihren letzten Tag hatte, wollte ich ihr den Abschied mit einer Torte etwas versüßen. Eine Hello Kitty-Torte sollte es sein, so hatte ich es mir zumindest überlegt, mit einer fruchtigen Rote Grütze-Füllung mit Frischkäse und Sahne. Den Hello Kitty-Aufleger hatte ich bereits 2 Tage vorher hergestellt, das hat mir wirklich richtig Spaß gemacht. Nach dem trocknen der Kitty habe ich sie von unten mit Schokolade bestrichen (das soll die Fondantmasse vor dem Aufweichen durch die Sahne schützen) und trocken aufbewahrt.

Morgens früh habe ich die Torte dann fertig gemacht und sie Jenny geschenkt. Die hat sich auch richtig gefreut und fast 5 (ja wirklich!) Stückchen davon gegessen. Vorher wurde die Torte noch mit dem Handy meiner beiden Kolleginen fotografiert und dann Ratz-Fatz aufgegessen!

Das werde ich auf jeden Fall wieder machen, denn die Herstellung, das Kneten und Formen des Fondants macht wirklich riesig Spaß! Auch wenn so eine Torte bei mir nicht so perfekt wird, wie bei den Motivtorten-Göttinen von Chefkoch. Das muß ich neidlos anerkennen!



Samstag, 12. Juni 2010

Seitan machen - mit Bildanleitung









Neulich habe ich mal wieder Seitan gemacht. Seitan ist reines Gluten, also Weizeneiweiß, mit dem man richtig leckere Sachen kochen kann. Von der Konsistenz ist es ähnlich wie Fleisch, allerdings muss man Seitan kräftig würzen, denn von Natur aus schmeckt es nach nichts. 

In einer leckeren Marinade mag ich Seitan besonders vom Grill, aber auch in feine Streifen geschnitten und gebraten funktioniert Seitan auch auf einem Döner. Paniert und gebraten ist es eine schöne Beilage zu Spargel, in Stückchen geschnitten und mit Paprika und Zwiebeln aufgespießt, hat man ein tolles Schaschlik. 

So, jetzt zur Herstellung. Dazu verknete ich Mehl  (ich nehme gleich 2 kg, damit sich die Arbeit auch lohnt) mit kaltem Wasser ungefähr 10 Minuten lang zu einem festen Teig (sollte sich anfühlen wie ein Pizzateig) und den lasse ich eine halbe Stunde mit Wasser bedeckt in einer Schüssel stehen. Während dieser Pause bereite ich eine sehr kräftige Brühe aus Möhren, Zwiebeln, Sojasoße, Sellerie, Ingwer, Knoblauch und Chili zu (man kann natürlich die Brühe auch anders würzen, jeder so wie er mag, z. B. mit italienischen Kräutern). Die Brühe muss deutlich überwürzt sein, denn schließlich soll sie den Geschmack später an den Seitan abgeben. 

Dann fange ich mit dem Auswaschen der Stärke an, dabei knete, reibe und wasche ich die Stärke in einer Schüssel aus dem Teigklumpen.  Das Stärkewasser gieße ich durch ein Sieb ab und gieße frisches Wasser zu dem Teig in die Schüssel und lasse das ganze 5 Minuten ruhen. 

Nach den 5 Minuten mache ich weiter mit dem Auswaschen der Stärke. Insgesamt brauche ich ungefähr 5 Waschdurchgänge bis die ganze Stärke entfernt und nur noch das Eiweiß übrig ist.

Der Teig ist dann gummiartig, zäh und sieht irgendwie löchrig aus. Der Seitan wird dann nach Wunsch in Form geschnitten (z. B. grobe Stücke oder eher schnitzelförmig)und dann in der Brühe ungefähr 45 min. gekocht. Ich lasse den fertigen Seitan noch ein paar Stunden in der Brühe  ziehen, damit er noch Geschmack annimmt und fester wird. 

Nach ungefähr 4 Stunden hole ich den Seitan aus der Brühe, drücke ihn leicht aus und friere ihn bis zum Gebrauch ein. 

Die Verwendungsmöglichkeiten für Seitan sind sehr vielfältig, man kann ihn durch einen Fleischwolf oder in der Küchenmaschine sogar zu "Hack" verarbeiten. Das Auswaschen der Stärke ist schon ein bisschen aufwändig, macht aber auch großen Spaß! Fake-Fleisch sind ja meist ziemlich teuer, aber so hat man kaum Kosten und es macht wirklich Spaß, Seitan selbst zu machen!! Probiert es ruhig mal aus!