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Sonntag, 11. August 2013

Fremde Federn

Ich will mich wirklich nicht mit fremden Federn schmücken, aber der Salat, den mein Liebster letzte Woche gemacht hat, der hat ein Post auf jeden Fall verdient.
Er hat den Griechischen Salat mit Gurken "Sous-vide" aus Tim Mälzer Greenbox gemacht (ganz ehrlich, ein Rezept, das ich nie ausprobiert hätte).
Dabei hat mein Mann eine sauteure Biogurke durch eine Marinade unter Vakuumabschuss in ein Gedicht verwandelt. Keine Ahnung wie er das gemacht hat, aber es hat klasse geschmeckt.




Sieht auch klasse aus. Ja, ich habe schon einen richtig tollen Mann!!!

Und eine tolle beste Freundin!
Meine beste Freundin wohnt in meiner alten Harzer Heimat, deswegen trennen uns leider 400 km.
Gestern habe wir uns auf (naja fast) halber Strecke in Hamburg getroffen und uns dort einen lustigen Tag gemacht. Wir haben das volle Touristenprogramm durchgezogen (wussten natürlich immer wo es lang geht) und haben dabei viel gelacht. Da meine Freundin auch Vegetarierin ist, waren wir im vegetarischen Restaurant "Season" in der Nähe des Rathauses, essen. Dort hatten wir das Mittagsbuffet. Essen, Auswahl und auch der Preis waren ok. Hier seht ihr uns vor der der Hamburger St. Michaeliskirche.

Bibi (rechts) und ich in Hamburg vor dem Michel

Der Kirchturm ist zwar nicht ganz drauf, (Mensch Jutta, was knipst du denn immer?) aber egal.  Ach, der Tag war richtig schön. Werden wir auf jeden Fall bald wiederholen!


Donnerstag, 1. August 2013

Drei-Bohnen-Cassoulet aus der "Greenbox"

Die Sommerpause unseres Biokistenlieferanten ist vorbei, das freut mich sehr. Es ist doch schön nicht mehr über den Einkauf nachdenken zu müssen, das was in der Kiste ist, ist halt da und wird verwertet.
Gestern waren es z. B. dicke Bohnen. Da hat es mich natürlich gereizt, das "Cremige Drei-Bohnen-Cassoulet mit Bohnenkraut-Bröseln" aus Tim Mälzers "Greenbox" nachzukochen.

Wie immer bei mir mit einigen kleineren Abwandlungen. Statt Bohnen aus der Dose habe ich noch im Kühlschrank vorhandene weiße Bohnen, statt Schnippelbohnen Stangenbohnen und statt grüner Bohnen habe ich die dicken Bohnen aus der Kiste verwendet. Da ich nicht mehr genug Milch im Kühlschrank hatte (und zu faul war in den Keller zu gehen um welche zu holen), habe ich einfach etwas Wasser mit Mandelmus angerührt, ging auch super (dieses Gericht wäre also auch vegan problemlos möglich). Zusätzlich zu den getrockneten Soft-Tomaten habe ich noch ein reife Tomaten mit rein getan.
Zum Schluss werden sehr aromatische Brösel, die u. a. aus Zitronenschale, Petersilie, Bohnenkraut, Knoblauch und Öl bestehen, über das Cassoulet verteilt und dann wird das Ganze noch ein Weilchen im Ofen gebacken. Fein! Ich finde, dieses Gericht ist auch Gästetauglich, da sehr gut vorzubereiten. Werde ich mir auf jeden Fall merken, wenn es mal wieder eine größere Horde zu beköstigen gibt.


Nicht farbenfroh, aber lecker!

Dazu gab es Baguette und einen Blattsalat mit Rucola. Und zum Nachtisch ein paar Kirschen. Einfach und gut!

Sonntag, 7. Juli 2013

Mediterranes aus meiner Küche

Endlich ist der Sommer da! Nicht nur draußen, nein, auch in meiner Küche.
"Gemüsetechnisch" mag ich ja jede Jahreszeit, ob nun den Frühling mit Bärlauch und Spargel oder den Winter mit Pastinaken, Grünkohl und roter Bete. Und im Sommer liebe ich Auberginen, Zucchini und richtig reife, schmackhafte Tomaten. Und Gurken, die nach Gurken schmecken.

Gestern habe ich ein ganz klassisches Ratatouille mit Paprika, Zwiebeln, Auberginen, Knoblauch, Zucchini und Tomaten und ganz "unklassisch" dazu eine Foccacia mit Rosmarin und schwarzen Oliven gemacht. Lecker! Die Freundin meiner Tochter, die zum essen da war, hat 4 mal nachgenommen. Also hat es nicht nur mir geschmeckt ;o)







Heute habe ich mich mal an die Artischocken aus dem Ofen mit 2 Dips aus Tim Mälzers Buch "Greenbox" gewagt. Absolut empfehlenswert! Nur bei der selbstgemachten Majo habe ich keinen Ketchup untergerührt, denn die Majo war mit dem Knoblaucharoma genau richtig und wurde so belassen.
Das war mit Abstand das beste was ich aus diesem schönen Buch bisher gekocht habe.






































Die Artischocken wurden mit Knoblauch, Tomaten, Gewürzen und etwas Olivenöl in Backpapier verpackt im Ofen gegart. Aus der Tomatenmasse oben auf den Artischocken wurde nach dem backen der Tomaten Dip. Durch das lange schmoren im Ofen war der Tomatendip wahnsinnig aromatisch. Die Majo bestand nur aus Milch, Öl, Knoblauch und Salz, war blitzschnell fertig und unglaublich köstlich.
Dazu hatte ich noch ein schönes, luftiges Ciabattabrot gebacken.


Hier die Artischocken vor ihren Gang in den Ofen:


Ein wirklich tolles Essen, was so wahrscheinlich nur im Sommer schmeckt.

Sonntag, 16. Juni 2013

Tim Mälzers "Greenbox"

Eigentlich bin ich es ja, der diese schlimme Kochbuchmacke hat. Diesmal hat es meinen Mann erwischt. Schon seit längerer Zeit eiert er um Tim Mälzers "Greenbox" rum. Und dann hat er zugeschlagen (ich habe ihm davon natürlich nicht abgehalten ;) ) Mittlerweile haben wir das Buch fast 3 Wochen zuhause und haben schon einiges daraus ausprobiert. Das Buch ist sehr schön, liebevoll und auch ein bisschen chaotisch aufgemacht, optisch sehr ansprechend, mit netten Kritzeleien. Beim ersten durchblättern hat mich die Menge der aufgeführten Gerichte fast erschlagen. Ja, ein ganz schöner Wälzer. Greenbox ist in verschiedene Register (im Buch ganz hinten) unterteilt, z. B. nach Gemüsesorten, Saisonal, für Gäste usw.
Das erste Rezept, was ich daraus ausprobiert habe, waren die "baked Beans". Die Zubereitung empfand ich als viel zu energieaufwändig, da die Bohnen (Dosenware, also eh gar) noch 1,5 Stunden im bei 180°C Backofen garen. Nach dieser Zeit waren mir die Bohnen noch viel zu flüssig und suppig. Also habe ich die Bohnen eine halbe Stunde länger im Ofen gelassen, bis sie die richtige Konsistens hatten. Die Bohnen waren geschmacklich gut, aber nicht sensationell. Werde ich nicht nochmal machen. Dafür bin ich zu sehr Öko.
Um die Energie nicht ganz so ungenutzt rauszuhauen, habe ich noch die Foccacia von Seite 130 gebacken (ohne Salsa). Die ist gut gelungen und hat auch prima zu den Bohnen gepasst. 
Die Bratnudeln "Take away" waren auch gut, aber auch nicht sensationell. Aber wirklich gut. Die Asia-Radieschen mit krossen Tempeh (S.117) (Tempeh mag ich nicht, mein Mann hat ihn durch Tofu erstetzt) waren richtig klasse! Wiederholenswert!
Heute gab es dann das Auberginen-Caparccio (S.68), allerdings habe ich den Rucola durch Schnittlauch, drei Blätter Löwenzahn und ein bisschen gutem Heinrich aus dem Garten ersetzt. Für die Optik kam bei mir noch eine Tomate mit dazu. An das Rezept für das Dressing habe ich mich genau gehalten. Ungewöhnlich hierbei ist, dass die Auberginen angepiekst und in kochendem Wasser gegart werden, also nicht gebraten.
War nicht so mein Ding, auch nicht das Ding meiner Tochter, die auf Auberginen sonst total steht. Mir schmecken Auberginen gebraten viel besser. Mein Mann fand das Carpaccio allerdings richtig gut. So sind die Geschmäcker doch verschieden!


Und das Paprikagemüse "Juliska" habe ich gemacht, mit einem Würzöl dazu, was auf Bauernbrot serviert werden sollte. Ich habe mein bewährtes No-Knead-Bread dazu gebacken (diesmal mit einem Roggenvollkornanteil), das war richtig gut. Allerdings sollte man lt. Rezept das Paprikagemüse 30 min. leise vor sich hin köcheln lassen. Das wäre mit doch zu lange gewesen und mir wäre die Paprika dann zu weich. Nach 20 min. war das Gemüse perfekt (für mich) und es hat uns richtig geschmeckt. Auch das Würzöl dazu, ist eine nette Idee.



Mein bisheriges Fazit: ein tolles Buch, mit Rezepten für jeden Geschmack. Einiges davon reizt mich doch sehr und wird auch ganz bestimmt noch nachgekocht. Ansonsten auf jeden Fall ein schönes Buch um sich Anregungen zu holen. Und ich finde es klasse, dass so ein bekannter Koch wie Tim Mälzer ein vegetarisches Kochbuch macht.

Nachtrag: Das Paprikagemüse schmeckt einen Tag später so richtig durchgezogen und mit einem Löffelchen Balsamico verfeinert nochmal so gut. Kann man also ruhig ein bisschen mehr machen und im Kühlschrank aufbewahren. Und dann das Würzöl drüber - mhhh. Da kann der kleine Hunger ruhig wieder kommen....